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300-2 2026: Windspiel – Nachlese und Vollmond

Herzlichen Glückwunsch an alle, die dem Wind getrotzt und es bis zurück ins Amstel geschafft haben. Wie das sandige Waldstück in den Track geraten ist, können wir uns auch nicht mehr erklären, hoffentlich gab es dort keine Stürze oder Pannen. Und die Elb-Fähre vor Coswig kommt beim nächsten Mal wieder rein. Wer Fotos, Videos oder Berichte hat, kann sie hier gerne teilen.

Ein schönes Video gibt es schon von Lorenz: https://share.icloud.com/photos/017XoEegjhqSn1_wQ6ZvwRAiw

Jan-Oliver hat ein paar Fotos gemacht: https://photos.app.goo.gl/vKbigUKKBEpf4F5c8

Noch ein paar Sätze zum Verhalten auf der Strecke:

Einige Mitfahrer fühlen sich hin und wieder bemüßigt, vermeintlich schwächere oder langsamere Mitfahrende unterstützen zu wollen. Das unerbetene Anschieben (Hand auf Schulter oder Rücken der oder des Mitfahrenden und den Anstieg hochschieben) kann als extrem übergriffig empfunden werden. Geht bitte davon aus, dass dies im Normalfall nicht gewünscht ist. Auch Frauen sind in der Lage, die Strecke aus komplett eigener Kraft zu bewältigen. Es gab beim letzten 300er offensichtlich zwei solcher unerbetenen und als extrem übergriffig empfundenen Situationen. Dies ist nicht akzeptabel, auch wenn es Einige „unter Radsportkumpels“ so gewohnt sind und sich nicht daran stören. Es hat jeder zu akzeptieren, dass dies eine Verletztung der Privat/Intim-Sphäre darstellt.

Außer dem unschönen Gefühl, von relativ Fremden ungewollt angefasst zu werden, birgt diese Art von „Hilfe“ extremes Gefährdungspotential. Man ist auf der Langstrecke oft in seine Gedanken versunken und rechnet nicht immer Körperkontakt, so dass es zu Schreckmomenten und gefährlichen Situationen kommen kann. Selbst wenn es gut gemeint ist und keine bösen Absichten dahinter stecken, lasst es bitte und respektiert die Privatsphäre der Mitfahrenden!

Zu Guter Letzt: Vollmond am 1. Mai – ab S-Bhf. Pankow – Richtung Biesenthal

Treffpunkt ist, wie gehabt, 19:00 Uhr am Bhf. Pankow (beim Bistro Avci). Die Strecke ist 80km lang. Ein gemeinsames Tempo wird sich hoffentlich finden.
In Biesenthal (km35) machen wir kurz Pause am Döner, der hat meistens offen.
Zwischen Prenden und Basdorf (km44..km56) geht es etwas „gravellig“ durch dunklen Wald, aber dafür sehr schön.

Download file: Vollmond_Pankow.gpx

300-2 2026 Track

Beim Versenden der Infos und des Tracks für unseren 2. 300er Richtung Wörlitz habe ich versehentlich einen falschen Track angehängt. Es folgte eine Mail mit dem richtigen Track. Offensichtlich haben die nicht alle erhalten, bzw. zur Kenntnis genommen. Deshalb gibt es hier nochmal den korrekten Track zum runterladen. Ich entschuldige mich für die Verwirrung und gelobe Besserung. Bitte kommuniziert das auch nochmal sicherheitshalber mir euren Mitfahren. Wir sehen uns am Sonnabend!

Download file: ARA-BB-2026300-2.gpx

300-1 2026 Nachlese

Glückwunsch an alle, die es bis ins Amstel House zurück geschafft haben! Es hat wiedermal großen Spaß gemacht. Danke für die vielen positiven Rückmeldungen und Kommentare im eBrevet.

Denkt bitte daran, eventuell fehlende Fotonachweise schnellstmöglich an ara-berlin-brandenburg(ät)gmx.de zu schicken. wir rennen niemandem wegen fehlender Fotos hinterher. Ingo macht die Homologation in den nächsten Tagen fertig.

Hier ein paar Fotos von Uli:

Und zum Schluss noch der obligatorische Bericht und Fotos von Micha, bei dem wohl noch reichlich Endorphin im Blut war beim Schreiben:
https://photos.app.goo.gl/i6PTBwFcJYzN8i888

Der Körper ist müde. Die Beine fühlen sich an wie zwei gut durchgeknetete Pizzateige. Aber der Kopf? Hellwach. Voller Bilder, Eindrücke und kleiner Geschichten von der Straße.
Der 300er Spreewald-Brevet gestern war genau so ein Tag, der sich nachts einfach noch einmal selbst erzählt. Eigentlich hatte ich mich mental darauf eingestellt, die 300 km im gepflegten Modus „einsamer Held der Landstraße“ zu fahren. Aber Brevets haben bekanntlich ihren eigenen Drehbuchautor. Gestartet bin ich mit Sascha – ganz entspannt in der letzten Startgruppe. Was sich daraus über die nächsten 300 Kilometer entwickelt hat, könnte durchaus einen festen Platz in der kleinen Legendenkiste der Berliner Brevet-Szene bekommen. Bestes Wetter. Wirklich bestes Wetter. Die Sonne küsste Berlin und seine Helden – und wir rollten los. In Müggelheim waren wir plötzlich allein unterwegs. Also Plan A: einfach unser Tempo fahren. Sascha auf der Rennmaschine, ich auf dem Gravel. Zwei unterschiedliche Geräte, ein überraschend harmonischer Rhythmus.
Und plötzlich lief es. So gut, dass ich mich tatsächlich regelmäßig an der Führungsarbeit beteiligen konnte – ohne sofort nach Sauerstoffzelt und Notarzt zu rufen. Irgendwann fühlte es sich an, als würden wir schon seit Jahren zusammen fahren. Dabei war es tatsächlich unser erster gemeinsamer 300er über die volle Distanz. Die Strecke Richtung Cottbus war ein Gedicht: ruhige Straßen, lange Radwege, Kiefernwälder und diese epische Brandenburg-Weite. Dieses Gefühl, warum wir Brevets lieben. An diesem Tag gehörte die Straße uns. Helden der Landstraße. Mein persönliches Highlight wartete in Leißnitz: die legendäre Handseilzugfähre. Allein dafür lohnt sich das Brevet. Der Fährmann – eine herrlich entspannte, lustige Socke – zog uns mit stoischer Ruhe über einen kleinen Kanal am Leißnitz-See. Fachliche Bewertung: 5 von 5 Sternen. Würde wieder übersetzen.
Kurz danach schlossen wir uns einer kleinen Gruppe an. Die Führungsarbeit wechselte ständig, die Geschwindigkeit zog an – und plötzlich rauschten wir gemeinsam nach Cottbus hinein. Und ja: Cottbus hat tatsächlich mehr zu bieten, als viele zunächst denken. Besonders die Altstadt überrascht mit ihren historischen Gebäuden, kleinen Gassen und gemütlichen Plätzen. Rund um den Altmarkt spürt man noch den alten Stadtkern, und Cafés sowie Restaurants laden zum Verweilen ein. Gleichzeitig prägen auch Bauwerke aus der DDR-Zeit und einige

Plattenbauviertel das Stadtbild – eine Mischung, die die Geschichte der
Stadt sichtbar macht. Die Stadt in Cottbus zeigt sich insgesamt als Ort voller Kontraste: historische Altstadt, DDR-Architektur, viel Grün und eine lebendige Atmosphäre. Sascha und ich gingen erstmal auf Kalorienjagd. Die Speicher waren inzwischen so leer, dass mein Körper ernsthaft darüber nachdachte, den Fahrradrahmen zu essen. Also: Pizza. Damit schloss sich ein schöner Kreis, denn morgens in Berlin hatte ich bereits Pizza-Reste zum Frühstück verdrückt. Ernährungstechnisch also ein sehr konsequenter Tag. Pizza. Getränke. Sonne. Gute Beine. Mehr braucht ein Brevet eigentlich nicht. Frisch gestärkt ging es zurück Richtung Berlin. Und dann merkten wir plötzlich etwas Verdächtiges: Rückenwind.Nicht so ein bisschen Rückenwind. Sondern dieser freundliche, anschiebende Rückenwind, bei dem man automatisch misstrauisch wird und sich fragt, wo das berühmte Salz in der Suppe noch versteckt ist. An den Kontrollpunkten wurde konsequent nachgeladen: erst Kaffee und Eis – danach alles, was Energie liefert und die Stimmung hochhält. Etwa 40 km hinter Cottbus kam noch Nina dazu. Aus dem Duo wurde ein Trio – und plötzlich flogen wir Richtung Berlin. Kilometer für Kilometer rollten wir mit leichtem Druck auf den Pedalen durch Brandenburg. Wenn Beine, Kopf und Rückenwind zusammenarbeiten, passiert dieser seltene Zustand: Flow auf zwei Rädern. Und ja – die Karte zeigt es gnadenlos: ein paar persönliche Bestzeiten auf Segmenten sind dabei auch gefallen.

Nur Berlin selbst wollte uns am Ende noch einmal testen. Ampeln. Verkehr. Stopps. Menschen. Die letzten Reserven wurden dort zuverlässig aus den Beinen gezogen.
Kurz vor 21 Uhr rollten wir schließlich im Amstel Hostel ein. 300 km. 13:30 Stunden Gesamtzeit. Finisher-Bier. Vier Stunden später dann endlich: Dusche. Sascha und ich und viele andere Helden haben es sich nicht nehmen lassen bei Bier und Lasgane im Ziel, jeden Neuankömmling zu begrüßen und zu beglückwünschen, Erlebnisse auszutauschen und zu Fachsimpeln. Das ist hier und macht die Berliner Breveszene so einzigartig. Ihr wart alle großartig. Vor allem unsere beiden Rookies aus Sachsen Anhalt. Fettes Chapeau.
Ach so, beinahe vergessen – nee so eine Aussage vergisst man nicht. So’n Spruch von Sascha der ihm wirklich schwer viel: „Geht doch ganz gut mit dir und es fällt mir richtig schwer es zugeben. Du kannst auch mal die Klappe halten. Und macht Spaß“ Ganz ehrlich, das hat sich fast wie’n kleiner Ritterschlag angefühlt und hat mich richtig gefreut, wa.
Danke, Sascha.
Du darfst jederzeit mein rechter Flügelmann bleiben.
Und ein großes Dankeschön an die Berliner Brevet-Szene:
für die Organisation, für die Gemeinschaft, für diese langen Tage auf der Straße und für die Geschichten, die nur auf solchen Fahrten entstehen.
Genau deshalb lieben wir Brevets.

300-1 2026

Track und Infos zu unserem 1. 300er sind verschickt. In der ersten Mail fehlt die Datei mit den Kontrollpunkten, daher habt ihr die Mail zwei mal bekommen. Bitte prüft vorab, ob ihr in ebrevet den 300-2 auswählen könnt und legt eure Startzeit fest.

Wenn ihr nicht starten könnt oder wollt, seid bitte so fair und sagt über den Link in eurer Bestätigungsmail ab.

Meldet euch bitte im Amstel bei uns an, auch, wenn ihr mit ebrevet fahrt. Pappkarten werden bis 7:30 Uhr ausgegeben.

Bei Fragen oder Problemen mit ebrevet meldet euch bitte vorher, am Start ist wenig Zeit dafür.

Vollmond am 2.4.26 ab Spinnerbrücke

Zur Vollmondfahrt treffen wir uns am Donnerstag, den 2. April, pünktlich um 19:00 Uhr an der Spinnerbrücke (Imbiss Avus-Treff).

Freitag ist frei, da gibt es keine Ausreden!

Es geht Richtung Süd-Westen, Wannsee-Stahnsdorf-Güterfelde-Saarmund-Tremsdorf-Fresdorf-Stücken- Blankensee-Schiass-Gröben-Fahlhorst-Nudow-Schenkenhorst-Güterfelde..

Zwischen Stücken und Blankensee kurze Pause (Bier oder Osterkuchen selber mitbringen!). Länge ca. 76km. Ziel ist S-Bhf. Grunewald, zum selber anpassen…

Ohne Anmeldung, einfach hinkommen, alles andere findet sich dann.

Download file: Vollmond_01.gpx