Da die erfolgreichen Rübezahlfarer und Innen alle sehr vereinzelt im Amstel eingetroffen sind, ist leider die obligatorische Nachbesprechung etwas zu kurz gekommen. Deshalb wollen wir uns am 16.08.2026 ab 16:00 Uhr im Amstel House treffen. Zum Eindrücke auszutauschen, Heldengeschichten hören, Bier Trinken, Fotos gucken…
Wir haben wohl einen Beamer zur Verfügung. Wenn also jemand was Zeigenswertes hat, gerne her damit, oder ins Amstel mitgringen.
Außerdem bringe ich vielleicht ein paar nicht benötigte Radsachen mit, eventuell finden sich ja Interessenten (abgelegte Täschchen und so). Und vielleicht haben auch Andere noch irgendwas, was sie verschenken oder tauschen wollen…
Alle sind herzlich eingeladen im Amstel nochmal recht spontan zusammenzukommen Randonneurslatein auszutauschen und Randonneurslatein zu spinnen.
Treffpunkt ist der S-Bhf. Jungfernheide, um 19:00 Uhr.
Die Strecke ist ca. 77km lang und führt uns durch Schönwalde-Glien, Neu-Velefanz, Oberkrämer, Marwitz, Hennigsdorf und zurück zum S-Bhf. Jungfernheide. Nach 40km gibt es einen schönen Rastplatz für die obligatorische Pause.
Die erste offizielle Austragung des Rübezahl Brevets (12.7.-16.7.2026) ist Geschichte, (fast) alle sind wieder wohlbehalten angekommen. Von den zuletzt 49 Angemeldeten hatten am Sonntag Nachmittag nur noch 32 den Mut wirklich zu starten. Wieder im Amstel House angekommen sind 20 FahrerInnen, davon 17 innerhalb der Zeit.
Es gab einen Unfall, nochmal vielen Dank an alle, die sich um die Erstversorgung von Michael gekümmert haben. Dank Helm und mit viel Glück gab es wohl „nur“ Schürfwunden. Michael hat sein vorzeitiges Finish genutzt, um die ersten Fahrer im Amstel zu begrüßen und mit Essen zu versorgen. Gute Besserung und vielen Dank für deinen Einsatz im Ziel, Michael! Die nächste Auflage von Rübezahl kommt und dein Startplatz ist sicher.
Nach 2 Jahren Vorbereitung war es endlich so weit, am Sonnstag Nachmittag trafen wir, das „Orga-Team“, Anke, Falk, Gerhard und Sascha uns im Amstel, um die Wagemutigen auf die Strecke zu schicken. Im Gegensatz zu den „normalen“ Brevets herrschte eine regelrecht familiäre Atmosphäre. Es wurden noch T-Shirts anprobiert, die Kalorienspeicher aufgefüllt und über die Strecke diskutiert.
In 2 Startgruppen ging es bei feinstem Sonnenschein und leichtem Rückenwind los, und das Orgateam machte sich ebenfalls auf den Weg Richtung Tschechien, um auf dem Campingplatz in Bucnice bei Adersbach die Versorgungskontrolle aufzubauen. Gerade rechtzeitig vor der Nachtruhe kamen wir dort an und trafen auf den zweiten Teil des Teams, bestehend aus Rainer, Sabine und Stefan.
Montag Vormittag wurde emsig alles aufgebaut und vorbereitet. Wir wussten ja nicht so genau, wann mit den ersten Fahrern zu rechnen war. Kurz vor zwölf kam dann der Erste Fahrer und das Kontrollteam hatte endlich was zu tun. Es wurden Suppe, Getränke und Duschmarken ausgegeben.
Dank der überschaubaren TeilehmerInnenzahl und des Streckenprofils kamen die Mitfahrer sehr vereinzelt, so dass es für niemanden Stress gab.
Man beachte das Verhältnis FahrerInnen/HelferInnen (2:5), voll stressig 🙂
Viele nutzten auch die gemieteten Hütten, um ein paar Stunden zu ruhen. Schön, dass das mit den Hütten geklappt hat, trotz Verständigungsschwierigkeiten mit der Rezeption. Aber es ist auf deutsch schon nicht einfach, zu erklären, dass gleich 30 Radfahrer kommen und in der 4-Bett-Hütte kurz schlafen wollen, um abends weiterzufahren.
Seit ich vor zwei Jahren an diesem Campingplatz vorbeigekommen bin, habe ich mir dort eine Kontrolle vorgestellt und immer schöner ausgemalt. Ich bin total froh und allen Beteiligten (HelferInnen und FahrerInnen) dankbar, dass alles genau so funktioniert hat, wie gedacht.
Es war mir eine Freude, die Fahrer dort begrüßen zu können, mit dem Wissen, dass man diesmal nicht selbst gleich wieder los muss.
Mehr zu tun hatte Gerhard, 80 Kilometer weiter, genau bei km500, an der Polnisch-Tschechischen Grenze. Er hatte an einem Biwakplatz weniger Infastruktur und war dort alleine. Trotzdem hat er ein großes Buffet aufgebaut, Tee und Kaffee ausgeschenkt und sich um die Teilnehmer gekümmert. Zeitweise haben wohl bis zu 12 Leuten bei ihm unterm Dach gelegen. Zwei Nächte hat Gerhard dort im Campingstuhl übernachtet, größten Respekt und vielen Dank!
Gerhards Buffet
Inzwischen ist das Spektakel vorbei und bisher kamen bei mir nur positive Rückmeldungen an. (Ja, es ist steil, es ist hart, und die Straßenqualität ist sehr divers. Aber das wussten wir ja alles vorher.)
Es kamen schon einige Rückmeldungen, die ich niemandem vorenthalten möchte.
Jan schreibt: Ganz großen Dank für Euren Einsatz! Es war wirklich ein Erlebnis der besonderen Art. Eine tolle Strecke, sehr Abwechslungsreich, unglaublich viele Eindrücke, ich bin immer noch geflasht. Die Tschechen sind ein so freundliches und hilfsbereites Völkchen, ich denke das Land ist in Bezug auf Radreise unterschätzt. Es war leicht fast überall Wasser/Snacks zu bekommen. Die Landschaft weit und nicht vollgebaut. Ich bin nicht einmal mit den Worten irgendwo begrüßt worden: „Ditt Fahrrad kann da aber nicht stehen bleiben…“ Meiner Meinung nach sollten sich die Brandenburger mal eine Scheibe von den Tschechen abschneiden… Aber wirklich herausragend war Eure Organisation und Betreuung auf dem Campingplatz. Jeder einzelne Wunsch wurde erfüllt, Geld geborgt, Zuspruch und Tipps verteilt, die beste Kartoffelsuppe serviert und mir sogar die persönliche Schlafmaske ausgeliehen. Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen. Ich konnte mich nicht mehr von Euch verabschieden weil ich früh los wollte daher auf diesem Weg an Euch alle ein herzliches Dankeschön!
Ingolf schreibt: Mein erster 1200’er war ein Wechselbad zwischen Hochgefühl und Verzweiflung. Ich bin froh, durchgekommen zu sein, auch wenn ich das Zeitlimit gerissen habe. Der Weg hin zum Altvater war eine sehr schöne Strecke. Der Rückweg natürlich auch, obwohl er für mich die größere Herausforderung darstellte. Vielen Dank an Sascha und das super Helferteam. Vor allem die Damen waren sehr bemüht um unser Wohlergehen. Auch dem „Randonneurs- Urgestein“ Gerhard gebührt ein besonderer Dank für seine Unterstützung. PS: ich würde es wieder tun.
Benno schreibt: So, liebe Leute. Ich habe versucht, ein bisschen was aufzuschreiben, lasse es aber lieber doch bleiben. Wenn das mit dem Nachtreffen klappt, erzähle ich lieber wie es so lief. Es war auf jeden Fall ein Brevet für die Geschichtsbücher, für mich jedenfalls. Es war alles dran was ein Brevet braucht, nur auf einen Crash wie von Michael verzichten wir gerne für immer. Die Kontrollen waren mit Herz und Leidenschaft auf die Beine gestellt, vielen vielen Dank dafür! Und auch für die Route, sie war großartig und perfekt. Nur die einzige Bitte vorab an dich Sascha: benutze in der Streckenbeschreibung für die Anstiege gerne mal das Wort „steil“. Vor allem auf der Etappe zwischen Mladejov und Krumhermsdorf. Ich hörte einen Randonneur im dunklen neben mir sagen „is this really necessary?“ Herzlichen Glückwunsch an alle die es über die Strecke geschafft haben, für einige war es der erste 1.200er!
Und als krönender Abschluss ein ganzes Kunstwerk von Anke, mehr bleibt (fast) nicht zu sagen:
Es ist angedacht, eine Rübezahl-Nachbesprechung im Amstel zu machen, zu der Teilnehmer und Interessierte eingeladen sind. Wir sind noch bei der Terminfindung, Tendenz geht zum 16. Juli, das wird aber nochmal offiziell bekannt gegeben. Wir sind sehr gespannt auf eure Geschichten und Meinungen!
Bevor schon wieder das nächste Event startet, schnell noch den diesjährigen FLINTA* Brevet Revue passieren lassen… Danke an Eva und Toni fürs Organisieren und Aufschreiben:
Mit dem Brevet-Organisieren ist das so ähnlich wie mit dem Fahren selbst. Warum mache ich das, geht es mir durch den Kopf, als der Wecker ungerührt um 4:40 Uhr klingelt.
Aber nach der schönen Erstausgabe war für Toni und mich klar: das wollen wir wieder. Also los!
Zwei Stunden später ist schon alles vergessen, und da sitzen wir noch nicht mal auf dem Rad, sondern an der Anmeldung im Amstel House Hostel. Ich bin begeistert über 60 gut gelaunte Gesichter, die nach und nach unsere Liste füllen. Einige Namen und Gesichter kenne ich vom letzten Jahr. Schön, dass so viele wieder gekommen sind! Und wenigstens braucht diesmal jemand meine Standpumpe, die sich auf dem Weg zum Start ständig im Helm verhakt hat.
Als letzte kommen die Organisatorinnen samt Besuch aufs Rad. Jetzt beginnt der Tag so richtig. Erst einmal die zwanzig Ampeln bis Hennigsdorf, dann sind wir im Grünen. Und wie grün es geworden ist! Noch beim Testen der Strecke im April überall karge Bäume. Auf einem Foto habe ich noch die Mütze unter dem Helm. Jetzt schimmert schon das erste Mohnfeld.
Hinter der Bäckerei Plentz in Kremmen sind wir halbwegs raus aus dem herben Wind und treffen auf andere Randonneurinnen. Die ersten Grüppchen haben sich gefunden. Eine verlassene Pumpe sucht in der Signal-Gruppe ihre Besitzerin.
Die häufigen Kontrollen machen die Strecke kürzer. Einmal durchs liebliche Löwenberger Land, ein bisschen unterhalten und die Schlaglöcher hinter Häsen umfahren, schon sind wir in Zehdenick. In der Touri-Info am Markt einmal Flaschen auffüllen und draußen versuchen, die Fahrerinnen vom 8bar-Overnighter abwerben, die hier unseren Weg kreuzen.
Richtung Friedrichswalde wieder verlassene Sträßchen. Ein autonomer Rasenmäher schleicht einsam über einen Sportplatz. Ein Eichhörnchen-Kind verschwindet im Gebüsch. Am Himmel ballen sich die Wolken und kühlen unsere Fahrt. Es bleibt aber trocken. Vielleicht haben wir im letzten Jahr genug Wetter-Karmapunkte gesammelt.
Am Werbellinsee hat Christoph es sich nicht nehmen lassen, seinen Verpflegungspunkt am Segelverein von der Strecke weg zu beschildern und mit Fahrradrahmen und Plakat zu schmücken. Obst, Kuchen, eigens belegte Brötchen. Es gibt sogar Kaffee! Nach 140 Kilometern ist tut es gut, auf einer Bank zu sitzen und die Kalorien sacken zu lassen.
Ein alkoholfreies Bier später sitzen mein Besuch und ich wieder auf dem Rad. Noch eine Hausrunden-Länge. Wald, Radweg, noch mehr Wald.
In Bernau fahren wir direkt am Bahnhof vorbei, etwas gemein. Aber wer würde sich jetzt noch die 200 Kilometer nehmen lassen?
Kurz vor der großen Stadt ist dann Schluss mit der Ruhe. Am Gesundbrunnen frage ich mich, wo die ganzen Menschen herkommen, so einsam war der Tag. Dafür sitzen wir im Amstel House noch entspannt zusammen.
Danke an alle, die mit uns gefahren sind. Was für ein schönes Miteinander!
Danke an Sascha und Ingo für Euren top Support und die Möglichkeit. Und besonders an Christoph für das Organisieren der reichhaltigen Verpflegungsstelle und Sabine für die fröhliche Unterstützung am Morgen.
Luke, auch ein Langstreckenfahrer hat uns angeschrieben, um auf sein Planungstool aufmerksam zu machen:
Ich fahre selbst lange Strecken und baue an einem kleinen Werkzeug für die Versorgungsplanung. Es heißt Tourewerk und gehört zu Gravelwerk. Die Idee in einem Satz: Lade deine geplante Tour hoch, Tourewerk zeigt dir, wo das Wasser knapp wird, wo der nächste Laden offen hat und wo du legal schläfst. Es baut keine Route, es legt nur die Logistik über eine fertige GPX. Gefahren wird weiter mit Komoot oder Garmin. Noch ist nichts gebaut, ich teste zuerst, ob es überhaupt gebraucht wird. Hier ist die Seite: https://tourewerk.gravelwerk.de/r/berlin-brandenburg Danke fürs Lesen, und für alles, was ihr mit ARA Berlin-Brandenburg auf die Beine stellt.
Wir haben es nicht getestet, bekommen auch keine Provision, aber vielleicht ist es ja für jemanden interessant für die Planung des kommenden 600er, oder gar Rübezahl…
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