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300-1 2026 Nachlese

Glückwunsch an alle, die es bis ins Amstel House zurück geschafft haben! Es hat wiedermal großen Spaß gemacht. Danke für die vielen positiven Rückmeldungen und Kommentare im eBrevet.

Denkt bitte daran, eventuell fehlende Fotonachweise schnellstmöglich an ara-berlin-brandenburg(ät)gmx.de zu schicken. wir rennen niemandem wegen fehlender Fotos hinterher. Ingo macht die Homologation in den nächsten Tagen fertig.

Hier ein paar Fotos von Uli:

Und zum Schluss noch der obligatorische Bericht und Fotos von Micha, bei dem wohl noch reichlich Endorphin im Blut war beim Schreiben:
https://photos.app.goo.gl/i6PTBwFcJYzN8i888

Der Körper ist müde. Die Beine fühlen sich an wie zwei gut durchgeknetete Pizzateige. Aber der Kopf? Hellwach. Voller Bilder, Eindrücke und kleiner Geschichten von der Straße.
Der 300er Spreewald-Brevet gestern war genau so ein Tag, der sich nachts einfach noch einmal selbst erzählt. Eigentlich hatte ich mich mental darauf eingestellt, die 300 km im gepflegten Modus „einsamer Held der Landstraße“ zu fahren. Aber Brevets haben bekanntlich ihren eigenen Drehbuchautor. Gestartet bin ich mit Sascha – ganz entspannt in der letzten Startgruppe. Was sich daraus über die nächsten 300 Kilometer entwickelt hat, könnte durchaus einen festen Platz in der kleinen Legendenkiste der Berliner Brevet-Szene bekommen. Bestes Wetter. Wirklich bestes Wetter. Die Sonne küsste Berlin und seine Helden – und wir rollten los. In Müggelheim waren wir plötzlich allein unterwegs. Also Plan A: einfach unser Tempo fahren. Sascha auf der Rennmaschine, ich auf dem Gravel. Zwei unterschiedliche Geräte, ein überraschend harmonischer Rhythmus.
Und plötzlich lief es. So gut, dass ich mich tatsächlich regelmäßig an der Führungsarbeit beteiligen konnte – ohne sofort nach Sauerstoffzelt und Notarzt zu rufen. Irgendwann fühlte es sich an, als würden wir schon seit Jahren zusammen fahren. Dabei war es tatsächlich unser erster gemeinsamer 300er über die volle Distanz. Die Strecke Richtung Cottbus war ein Gedicht: ruhige Straßen, lange Radwege, Kiefernwälder und diese epische Brandenburg-Weite. Dieses Gefühl, warum wir Brevets lieben. An diesem Tag gehörte die Straße uns. Helden der Landstraße. Mein persönliches Highlight wartete in Leißnitz: die legendäre Handseilzugfähre. Allein dafür lohnt sich das Brevet. Der Fährmann – eine herrlich entspannte, lustige Socke – zog uns mit stoischer Ruhe über einen kleinen Kanal am Leißnitz-See. Fachliche Bewertung: 5 von 5 Sternen. Würde wieder übersetzen.
Kurz danach schlossen wir uns einer kleinen Gruppe an. Die Führungsarbeit wechselte ständig, die Geschwindigkeit zog an – und plötzlich rauschten wir gemeinsam nach Cottbus hinein. Und ja: Cottbus hat tatsächlich mehr zu bieten, als viele zunächst denken. Besonders die Altstadt überrascht mit ihren historischen Gebäuden, kleinen Gassen und gemütlichen Plätzen. Rund um den Altmarkt spürt man noch den alten Stadtkern, und Cafés sowie Restaurants laden zum Verweilen ein. Gleichzeitig prägen auch Bauwerke aus der DDR-Zeit und einige

Plattenbauviertel das Stadtbild – eine Mischung, die die Geschichte der
Stadt sichtbar macht. Die Stadt in Cottbus zeigt sich insgesamt als Ort voller Kontraste: historische Altstadt, DDR-Architektur, viel Grün und eine lebendige Atmosphäre. Sascha und ich gingen erstmal auf Kalorienjagd. Die Speicher waren inzwischen so leer, dass mein Körper ernsthaft darüber nachdachte, den Fahrradrahmen zu essen. Also: Pizza. Damit schloss sich ein schöner Kreis, denn morgens in Berlin hatte ich bereits Pizza-Reste zum Frühstück verdrückt. Ernährungstechnisch also ein sehr konsequenter Tag. Pizza. Getränke. Sonne. Gute Beine. Mehr braucht ein Brevet eigentlich nicht. Frisch gestärkt ging es zurück Richtung Berlin. Und dann merkten wir plötzlich etwas Verdächtiges: Rückenwind.Nicht so ein bisschen Rückenwind. Sondern dieser freundliche, anschiebende Rückenwind, bei dem man automatisch misstrauisch wird und sich fragt, wo das berühmte Salz in der Suppe noch versteckt ist. An den Kontrollpunkten wurde konsequent nachgeladen: erst Kaffee und Eis – danach alles, was Energie liefert und die Stimmung hochhält. Etwa 40 km hinter Cottbus kam noch Nina dazu. Aus dem Duo wurde ein Trio – und plötzlich flogen wir Richtung Berlin. Kilometer für Kilometer rollten wir mit leichtem Druck auf den Pedalen durch Brandenburg. Wenn Beine, Kopf und Rückenwind zusammenarbeiten, passiert dieser seltene Zustand: Flow auf zwei Rädern. Und ja – die Karte zeigt es gnadenlos: ein paar persönliche Bestzeiten auf Segmenten sind dabei auch gefallen.

Nur Berlin selbst wollte uns am Ende noch einmal testen. Ampeln. Verkehr. Stopps. Menschen. Die letzten Reserven wurden dort zuverlässig aus den Beinen gezogen.
Kurz vor 21 Uhr rollten wir schließlich im Amstel Hostel ein. 300 km. 13:30 Stunden Gesamtzeit. Finisher-Bier. Vier Stunden später dann endlich: Dusche. Sascha und ich und viele andere Helden haben es sich nicht nehmen lassen bei Bier und Lasgane im Ziel, jeden Neuankömmling zu begrüßen und zu beglückwünschen, Erlebnisse auszutauschen und zu Fachsimpeln. Das ist hier und macht die Berliner Breveszene so einzigartig. Ihr wart alle großartig. Vor allem unsere beiden Rookies aus Sachsen Anhalt. Fettes Chapeau.
Ach so, beinahe vergessen – nee so eine Aussage vergisst man nicht. So’n Spruch von Sascha der ihm wirklich schwer viel: „Geht doch ganz gut mit dir und es fällt mir richtig schwer es zugeben. Du kannst auch mal die Klappe halten. Und macht Spaß“ Ganz ehrlich, das hat sich fast wie’n kleiner Ritterschlag angefühlt und hat mich richtig gefreut, wa.
Danke, Sascha.
Du darfst jederzeit mein rechter Flügelmann bleiben.
Und ein großes Dankeschön an die Berliner Brevet-Szene:
für die Organisation, für die Gemeinschaft, für diese langen Tage auf der Straße und für die Geschichten, die nur auf solchen Fahrten entstehen.
Genau deshalb lieben wir Brevets.

300-1 2026

Track und Infos zu unserem 1. 300er sind verschickt. In der ersten Mail fehlt die Datei mit den Kontrollpunkten, daher habt ihr die Mail zwei mal bekommen. Bitte prüft vorab, ob ihr in ebrevet den 300-2 auswählen könnt und legt eure Startzeit fest.

Wenn ihr nicht starten könnt oder wollt, seid bitte so fair und sagt über den Link in eurer Bestätigungsmail ab.

Meldet euch bitte im Amstel bei uns an, auch, wenn ihr mit ebrevet fahrt. Pappkarten werden bis 7:30 Uhr ausgegeben.

Bei Fragen oder Problemen mit ebrevet meldet euch bitte vorher, am Start ist wenig Zeit dafür.

Vollmond am 2.4.26 ab Spinnerbrücke

Zur Vollmondfahrt treffen wir uns am Donnerstag, den 2. April, pünktlich um 19:00 Uhr an der Spinnerbrücke (Imbiss Avus-Treff).

Freitag ist frei, da gibt es keine Ausreden!

Es geht Richtung Süd-Westen, Wannsee-Stahnsdorf-Güterfelde-Saarmund-Tremsdorf-Fresdorf-Stücken- Blankensee-Schiass-Gröben-Fahlhorst-Nudow-Schenkenhorst-Güterfelde..

Zwischen Stücken und Blankensee kurze Pause (Bier oder Osterkuchen selber mitbringen!). Länge ca. 76km. Ziel ist S-Bhf. Grunewald, zum selber anpassen…

Ohne Anmeldung, einfach hinkommen, alles andere findet sich dann.

Download file: Vollmond_01.gpx

Zweiter 200er nach Bad Belzig 2026

Herzlichen Glückwunsch an alle, die es zurück ins Amstel House geschafft haben, vor allem an diejenigen, die zum ersten Mal (bei uns) 200km gefahren sind!

Auf dem Hinweg nach Bad Belzig hat uns der Wind etwas geqält, umso schöner war der Rückweg. Das Wetter war auch besser als angesagt, nur zum Schluss hin gab es für die späten Fahrer/innen etwas Regen. Die Nachbesprechung im Amstel war auch wieder sehr lustig.

Wer Fotos, Videos oder Berichte teilen möchte, gern her damit!

Noch ein paar Anmerkungen:
Im Amstel House wurden an der Rezeption ein paar Kopfhörer und eine Sonnenbrille abgegeben.

Für alle Brevets gilt:
Wer doch noch zur Sicherheit eine gelbe Brevetkarte braucht, sollte sie vorab bei uns bestellen (einfach Mail schreiben). Wir haben die normalerweíse nur abgezählt dabei. Kostet 2€ extra, bitte am Start passend bezahlen.

Wer mit Ebrevet (Standard) fährt, möge sich vorab mit der App vertraut machen. Bei dem Gewusel am Start haben wir nicht die Zeit, euch bei der Einrichtung der App zu unterstützen. Bei Fragen oder Problemen fragt bitte andere (erfahrene) Teilnehmer/innen. Die helfen gern. Wenn Ebrevet euren Standort nicht ermitteln kann, prüft, ob ihr in einer anderen Karten-App den Standort ermitteln könnt. Standortfreigabe muss für Ebrevet aktiviert sein. In manchen Situationen hat es geholfen, die App komplett zu schließen und erneut zu öffnen. Mehr Support können wir da auch nicht geben.

Auf einigen Abschnitten lagen Bananenschalen, Riegel- und Gelverpackungen rum. Das geht gar nicht! Wenn wir sowas beobachten, führt das zum Auschluss von der Veranstaltung, bzw. zur Nichterteilung der Homologation. Das gilt auch für die Einhaltung von Verkehrsregeln. Wir bitten alle, auf solches Verhalten zu achten und mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Wir freuen uns auf die kommender 300er!

Stephan teilt sein Video

Und Micha war auch wieder kreativ:

200 km Brevet – Berlin

🚴‍♂️
☀️

Manche Städte wachen mit Regen auf.

Berlin wacht mit Sonne auf.

Kurz nach sieben geht’s los am Amstel. Die Stadt streckt sich, die Straßen sind noch leer, der Kaffee wirkt gerade erst – und wir rollen schon Richtung Potsdam. Genau so muss ein Brevet beginnen.

Mit Thomas K. an der Seite. Der Plan: locker starten.

Die Realität: Rennrad gegen Gravelbike.

Sagen wir mal so… ich war von Anfang an gut beschäftigt. 😅

Tempo hoch, der Wind natürlich von vorne 🌬️ – wie immer bei solchen Tagen. Aber die Strecke… ein Traum. Brandenburg zeigt sich von seiner schönsten Seite: weite Felder, lange Straßen, Wälder, kleine Dörfer und dieser Himmel in tiefem Blau.

In Potsdam dann ein kurzer Moment Demut: Als gebürtiger Brandenburger habe ich den Boden der Stadt kurz persönlich begrüßt. 😅

Alles halb so wild – weiter ging die Jagd.

Kilometer für Kilometer zog die Landschaft vorbei.

Bei km 65 kam Jörn dazu und aus zwei Fahrern wurde ein kleines, schnelles Kleeblatt 🍀.

Und dann kam der Moment, den jeder Radfahrer liebt:

Der Wind dreht. Rückenwind.

Plötzlich laufen die Räder wie von selbst.

40 km/h, breite Grinsen im Gesicht und dieses Gefühl, über den Asphalt zu fliegen. 🚀

Das kulinarische Highlight wartete in Dörbikow:

Bratwurst, Bouletten, Nudel- und Kartoffelsalat – alles selbst gemacht. 🤤

Wenn Kontrollen immer so wären, würden Brevets doppelt so viele Teilnehmer haben.

Die letzten 50 km wurden nochmal zäh. Der Wind hatte wieder neue Ideen und kam zurück auf die Nase. Klassiker.

Aber nach knapp sieben Stunden rollten wir wieder am Amstel ein. Müde Beine, breites Grinsen – und das obligatorische Finisher-Getränk in der Hand. 🍻

200 km.

Sonne.

Rückenwind-Momente.

Viele persönliche Rekorde.

Und vor allem großartige Menschen auf der Strecke.

Danke an Thomas und Jörn – und an alle, die diesen Tag zu dem gemacht haben, was er war.

Ein epischer Brevet-Tag in Brandenburg. 🚴‍♂️🔥

Erster 200er zu Benno (und 200-2)

Trotz des noch sehr spärlichen Grüns war es eine schöne Runde zum Jahresauftakt, vor allem dank der mal wieder tollen Kontrolle bei Benno ( & Family + Friends).

Einige wurden durch Platten geärgert, aber die meisten sind gut durchgekommen. Vielen Dank für euren Zuspruch!

Hier eine Rückmeldung von Benno:

Wir haben euren Besuch und den Trubel in unserem sonst eher ruhigen Dorf wieder voll genossen! Eine Sache haben wir nicht optimal umgesetzt. Das Spendenglas stand nicht immer direkt neben den Tafeln mit der Info, wofür die Spenden sein sollten. Das haben vielleicht nicht alle zusammengebracht. Nicht für uns und die Kontrolle waren die Spenden gedacht, wir machen das gerne einfach so, sondern für das Werkstatt- und Fahrradkaffee! Unser Kleiner Verein „Handkunst e.V.“ betreibt den Selbsthilfe- und Dorftreffpunkt seit 1 1/2 Jahren. Alle Dorfies und Gäste, jung und alt kommen zusammen, trinken Kaffee, essen Kuchen und reparieren zusammen was repariert werden kann. Am häufigsten Fahrräder. Dabei passiert viel Gesellschaftspflege, ähnlich wie beim Brevetfahren. Ich hoffe es ist in aller Sinn, das Geld dafür zu verwenden ( Ersatzteile, Werkzeuge etc.). Wir danken allen sehr dafür! Es sind über 400 € zusammengekommen!

Hier noch ein paar Fotos von Georg:

200-2 am 28.3.2026:

Momentan werden die Mails mit den Details und Track zum zweiten 200er verschickt. Auch dieser ist mehr als ausgebucht. Kommt also bitte nicht unangemeldet zum Amstel! Und denkt bitte unbedingt an das Absagen, wenn ihr doch nicht teilnehmen könnt, je früher, umso besser! Da es beim Start immer etwas hektisch zugeht, helft euch bei bei Fragen (z.B. zu Ebrevet) auch untereinander, viele sind ja bereits alte Hasen und können Tipps geben. In Berlin fahren nämlich ausschließlich nette und hilfsbereite Leute mit. Denkt bitte an Licht, Warnweste und Helm!